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Ein besonderes Jubiläum

Peter Burzlaff feiert dieses Jahr sein 60. Jubiläum beim DRK, seine Frau Rita feiert ihr 55. Jubiläum.

Seid Ihr beide bei der Wasserwacht?
Rita Burzlaff: Ja. Ich war unterer anderem Einsatzleiterin für die Rettungsstation Grünau. Für den Kreisverband Weißensee. Das war ein Rechtsvorgänger des Kreisverbandes Berlin-Nordost. Später war ich zentrale Einsatz-leiterin für die Boote auf Dahme, Spree und Müggelsee.
Peter Burzlaff: Ich bin beispielsweise Rettungsschwimmer, Boots- und Schiffs-führer und Schwimmmeister. Ich habe auch den Ostsee-Lehrgang besucht und mit Lehrbefähigung abgeschlossen. Ich war Kreislehrwart, Bezirkslehrwart und Bäderleiter bei der Wasserwacht. Jetzt, mit 78 Jahren, bin ich noch stellvertretender Bäderleiter.

Wie seid Ihr zum Roten Kreuz gekommen?
Peter Burzlaff: Ich bin ausgebildeter Lehrer und auch Sportlehrer. Deswegen musste ich auch eine Ausbildung als Rettungsschwimmer machen. Ein Freund hat mich dann für das Rote Kreuz geworben. Später war ich Rehalehrer.
Rita Burzlaff: Peter hat mich für das Rote Kreuz geworben. Seit 55 Jahren sind wir verheiratet und seit 55 Jahren bin ich beim Roten Kreuz. Unsere Hochzeitsreise war der Wasserrettungsdienst. Wir haben extra an einem Freitag geheiratet, damit wir ab Sonnabend Dienst machen konnten. Und dann haben wir 14 Tage in Grünau Dienst gemacht. So wichtig war uns das.

Gibt es die Station in Grünau noch?
Peter Burzlaff: Ja, aber die läuft nicht mehr unter der Fahne des Roten Kreuzes. Nach der Wende gab es Rote Kreuz der DDR und das Rote Kreuz der BRD. Die Leitungen sind sich dann nicht einig geworden. Obwohl die Kameraden sich gut verstanden haben. 1990 sind wir mit unseren Schiffen gleich auf den Wannsee gefahren und haben uns dort mit der Wasserwacht bekannt gemacht. Letzten Endes hat das Rote Kreuz dann nur die Station auf den Wannsee behalten und wir sind mitgezogen.

Sind noch andere Kameraden mit auf die Station auf dem Wannsee gezogen?
Rita Burzlaff:
Die meisten sind zu anderen Organisationen gewechselt. Etwa zehn Prozent sind beim Roten Kreuz geblieben.
Peter Burzlaff: Ich bin damals wegen der sieben Grundsätze von Henry Dunant geblieben. Die gibt es nur beim Roten Kreuz.

Wie habt Ihr die Gründung des Kreisverbandes Berlin-Nordost e.V. erlebt?
Rita Burzlaff: Es war auf jeden Fall ein Neuanfang. Das war wichtig, dass es wieder ein Anfang war. Nach der Wende waren wir sehr zersplittert.

Was wünscht Ihr Euch für die Zukunft des Kreisverbandes?
Rita Burzlaff:
Vor allem Zusammenhalt. Dass die Jugend mit Leib und Seele dabei ist. Es ist in den letzen Jahren schon ein wunderbarer Anfang gemacht worden. Aber für uns war das Rote Kreuz damals das Zuhause. Dieses Gefühl fehlt mir bei der Jugend heute.
Peter Burzlaff: Es treffen sich heute noch jedes Jahr die Schiffs- und Bootsführer der verschiedenen Wasserettungsorganisation von Ost und West zur "Winterwanderung". Am Anfang der Wanderung wird immer ein Kranz auf dem Grab von "Vater Lupe" in Rahnsdorf abgelegt. Er hat vor über 100 Jahren den Wasserrettungsdienst in Berlin gegründet. Das sind alte Traditionen vom alten Wasserrettungsdienst aus der DDR. Die sollen auch an die Jüngeren weitergegeben werden und von denen fortgeführt.

Das Interview wurde im September 2014 geführt.

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